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Chronik Feuerhof - Feuerhof

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Chronik Feuerhof

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Feuerhof

Vom alten Hof zum lebendigen Stadtteil

Eine Geschichte von Bergbau, Eigenleistung und Gemeinschaft

Wer heute durch den Feuerhof fährt, sieht einen gewachsenen Stadtteil von Sulzbach-Rosenberg. Häuser, Straßen, Gärten und Plätze lassen kaum noch erkennen, dass hier einst lediglich ein einzelner Hof stand.

Doch die Geschichte des Feuerhofs reicht weit zurück. Sie ist eng verbunden mit dem Bergbau, der Maxhütte und vor allem mit den Menschen, die aus einer kleinen Siedlung eine Gemeinschaft und schließlich einen lebendigen Stadtteil machten.

1366/68 erste mögliche historische Spur
1938 Beginn der Bergmannssiedlung
1977 Ende der Bergbauförderung

Die Geschichte des Feuerhofs

1366/68

Eine erste mögliche Spur

Im Böhmischen Salbüchlein Kaiser Karls IV. aus den Jahren 1366/68 wird ein „Feuerlehen“ erwähnt. Ob damit bereits eindeutig der heutige Feuerhof gemeint ist, sollte allerdings vorsichtig formuliert werden.

Quellenhinweis: Feuerhof-Chronik

1487

„Hof, genannt zum Feierhoff“

In historischen Unterlagen wird 1487 ein „Hof, genannt zum Feierhoff“ erwähnt. Damit wird der Name des Feuerhofs historisch greifbarer.

Für 1487/90 wird im Historischen Atlas von Bayern ein Anwesen ausgewiesen.

1818

Ein Hof, eine Familie, sechs Menschen

Bei der bayerischen Gemeindebildung von 1818 wurde der Feuerhof der Gemeinde Großalbershof zugeordnet.

1 Anwesen
1 Familie
6 Personen

Von einem Stadtteil konnte damals noch keine Rede sein.

1840

Das Urkataster

Das Urkataster dokumentiert den Feuerhof als Feuerhof Nr. 1. Beim Feuerhofbrunnen befand sich ein Anwesen mit Haupt- und Nebengebäuden.

Diese Quelle befindet sich im Staatsarchiv Amberg.

1935

Feuerhof wird Stadtteil

Großalbershof und damit auch der Feuerhof werden nach Sulzbach-Rosenberg eingemeindet.

Damit gehört der Feuerhof kommunal zur Stadt Sulzbach-Rosenberg. Seine eigene Identität behält der Ort jedoch.

1936

Die Bergmannssiedlung wird geplant

Am 3. August 1936 findet eine erste Besprechung zwischen dem Gau-Heimstättenamt und der Maxhütte über die geplante Siedlung Feuerhof statt.

Die Maxhütte unterstützt das Vorhaben unter anderem durch Baugrundstücke, verbilligte Baustoffe und die Übernahme der Bauleitung.

1938

Der erste Spatenstich

Am 28. April 1938 erfolgt der erste Spatenstich für die neue Bergmannssiedlung.

Insgesamt sind 34 Häuser vorgesehen.

Von den 34 Siedlungswilligen waren 32 Bergleute und 2 Maschinisten der Maxhütte.
1938

Gemeinschaft von Anfang an

Noch im Jahr 1938 wird die Siedlergemeinschaft Feuerhof gegründet.

Die Gemeinschaft wird in den folgenden Jahrzehnten zu einem wichtigen Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens.

1940er

Krieg und schwierige Jahre

Der Zweite Weltkrieg verändert auch das Leben am Feuerhof. Viele Männer werden eingezogen. Die Arbeit in den Bergwerken bleibt gleichzeitig für die Kriegswirtschaft wichtig.

Für diese Zeit ist die Quellenlage teilweise schwierig. Deshalb müssen Zeitzeugenberichte und belegbare Dokumente klar voneinander unterschieden werden.

1942

Der Bartl wird versetzt

Wegen erheblicher Bergschäden wird das ursprüngliche Gasthaus „Zum Bartl“ abgebrochen und an seinen heutigen Standort verlagert.

Das Wirtshaus entwickelt sich zu einem wichtigen Treffpunkt der Feuerhofer.

1970er

Der Feuerhof verändert sich

Die Siedlung entwickelt sich weiter. Die Infrastruktur wird modernisiert und der Feuerhof wächst über seine ursprüngliche Bergmannssiedlung hinaus.

In den 1970er-Jahren entstehen unter anderem weitere infrastrukturelle Verbesserungen wie die Schmutzwasserkanalisation.

1977

Das Ende des Bergbaus

Im März 1977 endet mit der Einstellung der Förderung aus der letzten Grube am Eichelberg die lange Bergbautradition von Sulzbach-Rosenberg.

Für den Feuerhof beginnt damit eine neue Zeit.

1988

Die St.-Barbara-Kapelle

Die St.-Barbara-Kapelle wird eingeweiht.

Barbara gilt traditionell als Schutzpatronin der Bergleute. Damit erinnert die Kapelle bis heute an die bergbaulichen Wurzeln des Feuerhofs.

heute

Ein lebendiger Stadtteil

Heute ist der Feuerhof ein moderner Stadtteil von Sulzbach-Rosenberg.

Die Bergbaugeschichte ist Vergangenheit – aber sie ist noch überall präsent: in der St.-Barbara-Kapelle, im Hunt, in den Vereinen, in alten Geschichten und vor allem in der Erinnerung der Menschen.

Vier Epochen – eine Geschichte

Der alte Feuerhof

Ein einzelner Hof prägt über Jahrhunderte das Bild des Ortes. Landwirtschaft und das Leben auf dem Hof bestimmen den Alltag.

Die Bergmannssiedlung

Mit dem Bau der Siedlung ab 1938 verändert sich der Feuerhof grundlegend. Bergleute und ihre Familien ziehen ein.

Das Bergarbeiterleben

Arbeit unter Tage, Garten, Selbstversorgung, Nachbarschaft und Vereinsleben bestimmen über Jahrzehnte den Alltag.

Der Stadtteil heute

Der Feuerhof hat sich weiterentwickelt und seine ursprüngliche Funktion verloren. Seine Identität und sein Gemeinschaftsgefühl sind jedoch geblieben.

Der Bergbau lag am Feuerhof nicht nur nebenan. Er lag buchstäblich unter den Füßen der Menschen.
„Tagsüber Arbeit unter Tage – danach Arbeit an der eigenen Siedlung.“
Der rote Faden der Feuerhofer Geschichte:

Hof → Bergbau → Bergmannssiedlung → Gemeinschaft → Stadtteil

Feuerhof in Kürze

1366/68
Erste mögliche Spur eines „Feuerlehens“
1487
„Hof, genannt zum Feierhoff“
1818
Ein Anwesen, eine Familie, sechs Personen
1840
Urkataster – Feuerhof Nr. 1
1935
Eingemeindung nach Sulzbach-Rosenberg
1936
Beginn der konkreten Planung der Bergmannssiedlung
1938
Erster Spatenstich und Beginn der Siedlung
1938
Gründung der Siedlergemeinschaft
1977
Ende der Bergbauförderung in Sulzbach-Rosenberg
1988
Einweihung der St.-Barbara-Kapelle
heute
Feuerhof – ein lebendiger Stadtteil mit eigener Geschichte und Identität

Feuerhof – ein Stück Heimat

Aus einem Hof wurde eine Siedlung.
Aus einer Siedlung wurde ein Stadtteil.
Geblieben ist die Gemeinschaft.

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