Spaziergang entlang der Stadtmauer - KulturAS. Gemeinschaft von netten, unternehmungslustigen, kulturbewussten und reiselustigen Menschen

2024/2025
Gemeinschaft von netten, unternehmungslustigen, kulturbewussten und reiselustigen Menschen
Sulzbach-Rosenberg/Feuerhof
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Spaziergang entlang der Stadtmauer

Spaziergang an der Stadtmauer entlang
1,6 km, Gehzeit ohne Stop: 25 Min

Wir  beginnen unseren Spaziergang in der Mitte der historischen Altstadt von  Sulzbach. Der Ausgangspunkt ist der Luitpoldplatz, das Herz der  Sulzbacher Altstadt. Von hier aus starten wir unseren Weg, der uns  Richtung Rathaus führt.

Direkt  links von uns befindet sich die Katholische Stadtpfarrkirche St.  Marien, die das Zentrum und das Herz der Pfarrgemeinde bildet. Vom  Plateau der Stadtpfarrkirche aus bietet sich dem Besucher ein  beeindruckender Blick auf die Schlossanlage und das Rathaus. Neben der  Kirche sehen wir das Jakobhaus, ein rund achthundert Jahre altes  Gebäude, dessen Fassade im Jahr 1898 in einer Mischung aus Klassizismus  und Jugendstil gestaltet wurde. Heute beherbergt es eine Eisdiele und  eine Zeitung.

An der Ecke befinden sich das  ehemalige Gasthaus zur Goldenen Krone und gegenüber der ehemalige  Gasthof zum Roten Krebs. Das Gasthaus zur Goldenen Krone wurde in der  ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts erbaut und war einst die Residenz des  Kaiserlichen Posthalters. Direkt davor befindet sich der  Geschichtsbrunnen von Peter Kuschel, der 1991 gestaltet wurde und an die  bedeutendsten historischen Stationen von Sulzbach-Rosenberg erinnert.

Vor  uns erstreckt sich das Gotische Rathaus, das heute die  Tourist-Information und eine Kulturwerkstatt beherbergt. Das  spätgotische Rathaus wurde zwischen 1456 und 1466 in einer einzigen  Bauphase an der Stelle seines Vorgängerbaus errichtet. Von hier biegen  wir links in die Neustadt ab. Auf der rechten Seite sehen wir das  sogenannte Sperl’sche oder Waldmann-Haus, und auf der linken Seite  befindet sich die evangelische Christuskirche, vor der steinerne Delfine  im Brunnen spielen. Nach der Aufhebung des Simultaneums für die  Stadtpfarrkirche im Jahr 1957 errichtete der Architekt Gustav Gsaenger  den Neubau der evangelischen Christuskirche nach dem Vorbild der  Matthäuskirche in München.

Rechts von uns  erstreckt sich die Neustadt, einer der historisch interessantesten  Stadtteile von Sulzbach-Rosenberg, der vom Stadtbrand im Jahr 1822  verschont blieb. Hier finden sich neben dem Schlossareal die ältesten  Baustrukturen, die bis ins Mittelalter zurückreichen.

Wir  biegen nun links in die Pfarrgasse ab und gleich darauf rechts in die  Lange Gasse. Hier genießen wir die reizvolle Bebauung entlang der  Stadtmauer mit ihren typisch kleinstädtischen Gebäuden. Wir passieren  den sogenannten "Grünthaler-Turm," der nach dem von 1990 bis 2000 als  Stadtheimatpfleger benannt wurde. Dieser Wehturm stammt aus der ersten  Hälfte des 15. Jahrhunderts. Durch eine Seitentüre können Sie einen  Blick auf den neu angelegten Drachenpfad im ehemaligen Stadtgraben  werfen und ihn für einen späteren Besuch vormerken. Der Drache Ystorion  begeistert mit seinem Geschichtspfad im Stadtgraben die Besucher. Vor  uns erhebt sich noch ein Stadtmauerturm.

Am  ehemaligen Neutor, das im Jahr 1874 abgebrannt ist, biegen wir links ab  und gehen dann gleich wieder rechts außerhalb der Stadtmauer auf der  Allee weiter. Diese Baumallee wurde im Jahr 1729 von Herzog Theodor  angelegt. Wir gehen durch die beiden Torpfeiler und sehen auf der  anderen Seite an der Kreuzung den sogenannten Scherling-Stadel, einen  denkmalgeschützten Zehentstadel. Wir folgen der Allee mit ihrem  schattigen Weg und haben links einen schönen Blick auf den Annaberg mit  der Wallfahrtskirche St. Anna, die im Jahr 1656 errichtet wurde.  Ebenfalls links sehen wir das ehemalige Offiziersgebäude und Geburtshaus  von Walter Höllerer, einem bekannten deutschen Schriftsteller,  Literaturkritiker und Literaturwissenschaftler. Ebenfalls auf der linken  Seite befindet sich das alte "Capitol-Kino."

Auf  der rechten Seite erstreckt sich eine gut erhaltene Stadtmauer, die um  das Jahr 1300 entlang des heutigen Marktviertels errichtet wurde.  Bereits hundert Jahre später hatte sich die Stadtfläche fast  verdreifacht, weshalb eine neue, bis heute in vielen Bereichen erhaltene  Wehrmauer errichtet wurde. am Ausgangspunkt wieder zwei Stadtpfeiler.  Der "Stadtturm", der anstelle des früheren Rosenberger Tores errichtet  wurde, ist eine Rekonstruktion aus dem Jahr 1978. Nach dem Durchgang des  Turms überqueren wir die Rosenberger Straße und gehen in die  Spitalgasse

Links der ehemalige Mauerturm,  sogenannte Ackermannturm, vor uns das Bürgerspital (ehemals  Kapuzinerkloster von 1733, seit 1804 Unterkunft für alte und  hilfsbedürftige Bürger), daneben die Spitalkirche St. Elisabeth (6)  (1733/38). Das Altarbild zeigt die hl. Elisabeth und ist ein  Gemeinschaftswerk von Hans Georg und Cosmas Damian Asam. Sehenswert: ein  Kruzifix um 1400, eine Figur des hl. Wenzel, ausgehendes 15.  Jahrhundert sowie die Orgel von Elias Hößler und Heinrich Blum, 1743  angefertigt.

Wir  gehen jetzt die Bühlgasse weiter, links ein Fünfeckturm, rechts ein  Bürgerhaus, vor uns ein Nebengebäude, zur ehem. als Wirtshaus genutzten  Bastei gehörend. Der Bühlgasse weiter folgend haben wir einen schönen  Blick auf den Stadtpark, wenn Sie links die Truppen hinuntersteigen,  können sie gleich noch die „Bochrunde“ anhängen.

Wir  kommen jetzt in die Spitalgasse und sehen auf der rechten Seite das  Gasthaus „Spitalstüberl“ die kleine Ein-Raum-Kneipe in der Innenstadt  ist seit Jahren ein Geheimtipp. Jetzt biegen wir in die Frühlingstrasse  ab, hier das ehemalige Gasthaus „Frühlingshof“. Das Haus atmet  Geschichte. Rund 500 Jahre dürfte es alt sein, es hatte ein  wechselvolles Schicksal. Viele Sulzbacher kennen es, sie haben dort  gegessen, getrunken, eingekauft. Jetzt wird dort gewohnt.

Am  Ende der Frühlingstrasse das Weißbeckhaus. Als eines der schönsten und  besterhaltenen gotischen Bürgerhäuser in Bayern wird das Weißbeckhaus,  erbaut um 1487/88, bezeichnet. Kennzeichen sind der hohe Stufengiebel,  der übereck gestellte Kastenerker und das spätgotische Spitzbogentor mit  gekreuzten Stäben im Gewände. Baumeister war Hans Behaim der Ältere.

Schließlich  erblicken wir erneut das Rathaus auf der linken Seite und kehren zu  unserem Ausgangspunkt am Luitpoldplatz zurück. Hier können wir uns nun  mit einem Eis oder einem Kaffee belohnen.
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