privates BiergartenMuseum - Feuerhof

Feuerhof
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Erwins privates Biergarten-Museum
Feuerhof besucht das Biergartenmuseum im Boch am 27. August 2021 (wh) „Drunt im Boch“ wohnt Erwin Kraus und hat sich dort jetzt sein eigenes Biergarten-Museum gestaltet. Manche möchten das Museum besuchen, doch Kraus klärt auf: "Das ist das erste Biergarten-Museum Sulzbach-Rosenberg - aber privat!" , für uns jedoch hat er seine Pforten geöffnet.  Seit mehreren Jahren sammelt er Gegenstände, wie sie früher in Wirtshäusern, Gasthöfen oder Brauereien Verwendung fanden. Besonderes Interesse hat er an alten Gegenständen aus den Gaststätten aus Sulzbach-Rosenberg. So sammelten sich nach und nach viele Gegenstände zur Dekoration an. Es hängen Wirtshausschilder bestens bekannter ehemaliger Kneipen an der Wand: "Wally's Inn" (früher Café Reitz) in der Bahnhofstraße, das "Bräustüberl" (früher Cafe Heldrich) in der Bindergasse oder das Originalschild vom "Rosengarten". Auch das "Tucher-Depot" in der Bayreuther Straße mit dem "Tucher-Depot-Stüberl" und "Bayerischer Hof" halten das Andenken an alte Brauereien und Wirtshäuser hoch. Geschirr aus den Gaststätten "Schinhammer“, „Josephs-Haus“ und der „Brauerei Fentsch“ sind ebenfalls ausgestellt und natürlich jede Menge Bierkrüge. Voller Erwartung uns endlich sein Biergartenmuseum vorzustellen, begrüßte uns Erwin in seinem Reich. Schon im Eingangsbereich finden sich viele „Tucher Schilder“, Erwin erklärte uns was diese Brauerei eigentlich mit Sulzbach-Rosenberg zu tun hat. Auch im unteren Bereich befindet sich ein Felsenkeller, in dem aus der ehemaligen „Brauerei Fichtelbrunn“ Fässer lagern, die er mit Hilfe seiner Söhne wieder restaurierte. Dann stellte er uns sein Team vor: der "Bierkutschenfahrer Luke", am Zapfhahn  der "Kare" der auch prompt eine frische Maß zapfte, dann gibts noch den "Schursch" der sammelt und der "Lois" mit dem Fallsack, Chef des ganzen ist der „Museumsleiter Bobby“. Ab jetzt meinte es der Wettergott nicht mehr gut mit uns, es fing kräftig an zu regnen, was uns aber nicht abhielt die Führung weiter zu genießen. Eine Etage höher findet man ein „Neun-Hektoliter Bierfass“ aus dem historischen Gasthaus "Zur Landkutsche", dies ist 116 cm hoch. Glas- und Steinmaßkrüge aus verschiedenen Brauereien sowie eine Fülle von Bierdeckeln, Preis- und Werbetafeln sind in der dritten Abteilung zu sehen, geschmückt mit „Illschwanger Hopfen“. Das dortige Hopfenmuseum spendierte einen alten, 2,5 Meter langen Hopfensack, der 50 Kilo aufnehmen kann. Auch der alte Zapfhahn vom Gasthaus "Zur Landkutsche" wurde gerettet.

Nach einer ausführlichen Führung durchs Museum durfte unser Wirt Martin Lotter ein kleines Fass anzapfen und es ging in den gemütlichen Teil über. Mit warmen Wienerln und Brezen wurde noch lange diskutiert, auch Erwin Kraus trug noch einige Geschichten vor.

Er hat auch schon viele Bücher mit Fotos über die Sulzbach-Rosenberger Stadtgeschichte herausgegeben, aber sein neuestes Werk dreht sich ums Brauwesen. Dafür hat Erwin Kraus mächtig recherchiert. "Ich muss mich bei Arbeiten voll auf das Thema konzentrieren, und das geht am besten praktisch im Biergarten". Biergarten und Gastwirtschaft sind die schönsten Orte, um sich bei einer frischen MAß Bier und einer schmackhaften Brotzeit zu entspannen. Mitten im Winter 1812  erlaubte König Max I. Joseph Münchens Brauern, direkt an ihren  Lagerkellern einen Ausschank zu eröffnen - und begründete so das  bayerische Nationalgut Biergarten. Manche Rechte aus dieser Zeit sind bis heute gültig. Der Biergarten (auch Bierkeller) entstand aus dem Ausschank von Bier durch den Brauer aus einem Bierkeller ohne das für den Betrieb einer Schänke erforderliche Krugrecht.

Eine Bitte hat Erwin Kraus an die Leser: Sollte von den Sulzbacher Bürgern der eine oder andere Gegenstände rund ums Bier daheim versteckt haben, kann er sich melden unter 09661/2906 oder 0151/ 189 04 466, E-Mail erwin.kraus1@freenet.de).

Brauereien und alte Wirtshäuser
Das Sulzbach-Rosenberger Brauwesen

In einer feierlichen Festsitzung des Stadtrates wurde die Bürgermedaille der Stadt Sulzbach-Rosenberg an Erwin Kraus verliehen.
Erster Bürgermeister Michael Göth stellte in seinen einführenden Worten dar, dass die Bürgermedaille nur alle zwei Jahre verliehen werden darf und es nur maximal 15 lebende Personen geben darf, welche Preisträger der Bürgermedaille wären. Der Sulzbach-Rosenberger Heimatchronist Erwin Kraus sei nun der insgesamt 31., welchem diese Ehre zu Teil wurde.

Schon sechs Bildbände über Alt-Sulzbach und -Rosenberg „Sulzbach-Rosenberg, wie es einmal war“ , über Geschäfte, Handwerksbetriebe, Maxhütte und Bergwerk hat Erwin Kraus herausgebracht, insbesondere die letzten beiden Bände, bei denen es zum Einen um den Sulzbach-Rosenberger Bergbau und zum Anderen um die Sulzbach-Rosenberger Maxhütte geht, lägen dem Geehrten sehr am Herzen. Jetzt seine neue Buchreihe "Das Sulzbach-Rosenberger Brauwesen. Brauerein & Wirtshäuser" ist ein Muss für alle Wirtshaus- und Bierfreunde. Der aktive Sulzbacher möchte damit die Traditionen seiner Stadt erhalten und an nachfolgende Generationen weitergeben.


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