PFLASTERZOLLHÄUSCHEN - Feuerhof.de

2023/2024
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Alles begann vor 500 Jahren, mit der Belagerung von Sulzbach durch die Amberger. Der damalige Hauptmann Albrecht Stiber ließ vor dem Haag-Tor alle Bäume fällen und sämtliche Gebäude abreißen, um ein freies Schussfeld zu erhalten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit befand sich auch das alte Pflasterzollhaus unter den Abrissgebäuden.

Nach der Belagerung Sulzbachs durch die Amberger 1504 wurde das Pflasterzollhaus vor dem Haagtor neu errichtet. In den folgenden 400 Jahren war das Pflasterzollhaus eine der vier Zolleinnahmestellen der Stadt, bis alle Zollstellen am 31. März 1931 abgeschafft wurden.

Der letzte Zolleinnehmer am Haag-Tor war der "Hegner Schuster", der, wie seine Vorgänger, auch noch ein Handwerk ausübte. Denn vom kargen Lohn des Zöllners konnte keiner leben, betrugen doch die Gebühren für ein Auto zwei Mark, für ein Ochsengespann 20 Pfennig und für eine Schubkarre zwei Pfennig. Immer wenn ein Betrag von 100 Mark zusammengekommen war, was manchmal ein ganzes Jahr dauern konnte, musste der Zöllner das Geld bei der Stadt abliefern. Dafür bekam er einen Lohn von 25 Mark.

So war der Zöllner, der mit seiner Familie das Haus bewohnte, auf die Ausübung eines Berufes angewiesen. Hegner war Schuster und übte diese Tätigkeit auch bis zum Schluss dort aus.

(Quelle: Erwin Kraus) Im Jahre 1935 kaufte die Sattlerfamilie Hans Wiesand das alte Zolhaus. Das Geschäft wurde dort eingerichtet und im hinteren Anbau die Werkstatt untergebracht. Biss 1966 war das Häuschen Eigentum der Familie Wiesand. Über ein Jahrzehnt stand das Häusl leer und drohte dem Verfall. Die Stsdt kaufte es und übergab es 1997 an das "Stiber-Fähnlein". Nach der Renovierung diente es als Vereinsheim
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