Ehemalige Synagoge Sulzbach - Feuerhof

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Ehemalige Synagoge Sulzbach

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Stadtführung
Ehemalige Synagoge

Seit 1666 konnte sich in Sulzbach im religiösen Umfeld des Simultaneums eine jüdische Gemeinde entwickeln, gefördert von den Sulzbacher Pfalzgrafen. Um 1800 hatte sie mit gut 300 Personen ihren größten Umfang erreicht. Eine Besonderheit in Sulzbach war die hebräische Druckerei von 1669-1851. Besonders im 18. und frühen 19. Jahrhundert war sie in der gesamten jüdischen Welt ein Begriff. Die bestehende Synagoge wurde nach dem Stadtbrand 1822 neu errichtet. Die NS-Zeit überdauerte das Gebäude als Heimatmuseum, nach 1945 wurde es nach Umbauten im Inneren für private Zwecke verwendet. Nach der Sanierung wird die ehem. Synagoge seit 2013 als städtische Erinnerungs- und Begegnungsstätte genutzt.
Besuch in der Synagoge

Am 25. April 2014 nahmen 31 Geschichtsinteressierte an der Besichtigung der Fürstengruft unter der katholischen Kirche sowie der frisch renovierten Synagoge teil. Dabei übernahm die Siedlergemeinschaft die Kosten für die Führung. Unter der unterhaltsamen und informativen Führung von Markus Lommer stellten die Teilnehmer fest, dass man in der Fürstengruft gar nicht mal so fürstlich ruht, wie man sich so als Laie vorstellt. In der Synagoge staunten dann nicht wenige über das bedeutungsvolle und Sulzbach prägende Wirken der jüdischen Gemeinde vom 17. bis 19. Jahrhundert. So beherbergte Sulzbach unter anderem eine europaweit bedeutende hebräische Druckerei. Nach so viel Nahrung für‘s Gehirn kehrte man abschließend im Biergarten in der Neustadt ein um in gemütlicher Runde die Batterien wieder mit Grillspezialitäten und fassfrischem Bier aufzuladen
Die Synagoge wurde nach dem Sulzbacher Stadtbrand 1822 auf den Resten des barocken Vorgängerbaues im klassizistischen Stil neu errichtet. 1824 wurde sie eingeweiht. Der Architekt der Prager Synagoge, Alfred Grotte, bezeichnete sie 1913 als „einen der schönsten Synagogenbauten Bayerns, vielleicht sogar Deutschland`s. Die Überbauungen insbesondere aus den 1950er Jahren wurden im Rahmen einer Sanierung und Rekonstruktion von 2010 bis 2013 rückgängig gemacht und der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt. Bei Voruntersuchungen kamen interessante Funde wie die Ecklisenen oder das Gurtgesims in Form eines „griechischen“ Zinnenmäanders, vor allem aber ein Hochzeitsstein an der Nordfassade, zutage.

Die Bau- und Nutzungsgeschichte der 1827 errichteten Synagoge wird an zwei Hör- und Computerstationen dargestellt, ergänzt durch Originalexponate. Die dreiteilige geschichtliche Dokumentation lässt die große Tradition jüdischer Kultur in Sulzbach wieder lebendig werden: Juden in Sulzbach, Hebräische Druckereien und Bibelstadt Sulzbach. Insgesamt zwölf Computerstationen und vier Hörstationen vertiefen die jeweilige Thematik.

Zwei Mal in der Woche ist die ehem. Synagoge für die Allgemeinheit geöffnet, und zwar am Sonntag und Mittwoch von 14 bis 17 Uhr. Führungen für Vereine und sonstige Gruppen (Schulklassen, aber auch z. B. bei Familienfeiern) werden auch zu anderen Zeiten ermöglicht. Termine hierfür können im Stadtarchiv (Tel. 09661/87768- 21) vereinbart werden. Mit dem Ticket für 3,00 Euro (ermäßigt für Kinder bis Studierende und Behinderte mit Ausweis 1,50 Euro) ist auch eine Besichtigung des Stadtmuseums in der Neustadt möglich. Seit der Eröffnung im September 2013, besuchten ca. 3.700 Gäs te die ehem. Synagoge. Die meisten Interessenten ließen sich in einer Führung die jüdische Geschichte am Ort erläutern (125 Führungen), gut 900 Besucher kamen an den beiden Öffnungstagen als Einzelgäste. Im Rahmen des Kultur- programms fanden bisher zehn Vorträge statt (u. a. in Kooperati- on mit VHS und Literatur archiv), fünf Konzerte (auch der Kulturwerkstatt), und drei Wanderausstellungen.

Gruppenführungen können beim Stadtarchiv unter Tel. 09661/87768-21 vereinbart werden. Gebühr: 25 € zuzüglich des regulären Eintrittspreise.

Mit der Eintrittskarte ist auch der einmalige Besuch des Stadtmuseums Sulzbach-Rosenberg möglich.

Hausanschrift:
Synagogenstrasse 9
92237 Sulzbach-Rosenberg
Telefon: Stadtarchiv: 09661/87768-21
Öffnungszeiten: Mittwoch und Sonntag von 14.00 Uhr-17.00 Uhr
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