Zeugen des Bergbaues - Feuerhof Stadtteil von Sulzbach-Rosenberg

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Zeugen des Bergbaues

Zeugen des Bergbaues

Im  14. Jahrhundert begann der Aufschwung des Erzbergbaus. Die Erzvorkommen bei Auerbach,  Sulzbach und Amberg waren für die Wirtschaft so bedeutend, dass diese Region heute  als „Ruhrgebiet des Mittelalters“ bezeichnet wird. In der großen Hammereinung  von 1387, sie begrenzt Kapazitäten und Lohnkosten, verdeutlicht sich die monopolartige  Stellung der Bergstädte Sulzbach und Amberg. Im Gegensatz zum benachbarten Amberg  lag die Zuständigkeit im Bergbau und der Verhüttung in Sulzbach in den Händen  der Stadt und nicht in denen des Landesherrn. Nur wer Bürger der Stadt Sulzbach  war, durfte Erz abbauen und verhütten. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts kam der  Sulzbacher Bergbau durch Intrigen und Misswirtschaft fast ganz zum Erliegen. Erst  mit der Ansiedlung der Maxhütte 1863 in Rosenberg blühte er erneut auf und erlangte  wirtschaftliche Macht. Endgültig eingestellt wurde der Bergbau in Sulzbach am  Annaschacht 1974 und 1977, als die Grube Eichelberg in Rosenberg geschlossen wurde.
Bei Wanderungen auf den Spuren des Eisenerzbergbaus (Bergbaupfad), im Stadtmuseum und im Schau-Stollen der „Villa Max“, oder durch einen außergewöhnlichen Rundblick vom Kriegerdenkmal und dem sanierten Schlackenberg in Rosenberg auf die Anlagen der bis 2002 produzierenden Maxhütte lässt sich die Entwicklung der Region vom „Ruhrgebiet des Mittelalters“ bis zur Stahlerzeugung der ehemaligen Maxhütte hautnah erleben.

„Der  Bergknappenverein ist verpflichtet, die Jahrtausende alte Tradition zu wahren  – für spätere Generationen, die das Leben und die Arbeit unter Tage nur mehr vom  Erzählen kennen lernen werden. Die Politiker und die Verantwortlichen der Stadt  sind aufgerufen, die Wahrzeichen des Bergbaus, der Sulzbach und Rosenberg über  Jahrhunderte ernährt hat, vor dem Verfall zu bewahren; es sind die letzten. Was  um die Jahrhundertwende mit den Stadttürmen geschah, sollte sich an anderer Stelle  nicht wiederholen.“
Mit  dieser zeitlos gültigen Mahnung beendete Helmut Heinl, Verfasser der Vereinschronik  von 1987, seinen Artikel über die Geschichte des Bergknappenvereins. Aus heutiger  Sicht ist festzustellen: Die Stadt hat ihre Hausaufgaben gemacht, Wahrzeichen  wie vor allem der Förderturm des Annaschachtes künden nach wie vor von der einstigen  „Bergstadt“. Auch der Erzwagen vor dem Literaturarchiv zieht immer wieder die  Blicke auf sich.
Es  sind sogar noch ein paar Zeugen jener großen Zeit hinzugekommen. Im Gelände der  Villa Max errichteten ehemalige Bergleute, tatkräftig unterstützt von der historischen  Gruppe Stiber- Fähnlein, in einem früheren Luftschutzkeller einen Schaustollen, fachmännisch ausgebaut im Deutschen Türstock, wie er einst auch in den Sulzbacher  Eisenerzgruben üblich war. Das jährlich am letzten Wochenende im Mai hier stattfindende  Stollenfest ist ein beliebter Anziehungspunkt für jung und alt.
Ebenfalls engagierten  Mitgliedern des Bergknappenvereins und des Stiber-Fähnleins sind die zwei Bergbau-Pfade  zu verdanken. Beide nehmen am Annaberg- Parkplatz ihren Anfang und führen dann  in die Gebiete, in denen früher Fördertürme und Wetterschächte aufragten.
Noch  stärker im Stadtbild präsent und im Bewußtsein verankert sind aber zweifellos  die Bergknappen und die Bergknappenkapelle selbst in ihrer schwarzen Tracht, wobei  als ganz besonderer Höhepunkt der 11. Deutschen Bergmanns,- Hütten- und Knappentag  vom 6. bis 8. Juli 2007 in Erinnerung bleiben wird.

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