Dieter Radl: Gedicht Fräihjaouer - KulturAS "Wir sind eins: Die Community für alle!"

2024/2025
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Sulzbach-Rosenberg/Feuerhof
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Mundartgedichte
von Dieter Radl
"Dialekt is wei Latein, nur die Besten kinnas"
Eines von vielen Gedichten, des Oberpfälzer Mundartautor Dieter Radl
Fräihjaouer ums Haus
(Stimmungsbild im März)

D’Sunner leichd, wirmd,
a blauer Himml, nu nird schäiner gwen,
Fliecher zäing weiße Wollfaan driwer.

As Gros, frischgräi, a neier Debbich,
äigschbrenkld Gensblimerler,
a valorns Veicherl wischberd naouchd am Bon,
a Amsl huserd driwer, dribbld,
haggd, hubfd in d’Schdauern.
D’Vegl däin sirrad, zwidschern, jongse,
dandsn aaf di Aasdln.
A Schdorl roud am Kowlschdaangerl.

A Bi mouse vaflong hom,
schwebd aloins an da Christraousn.
Da Zitronenfalter kaschberd vo oiner
Primlbläih zu da anern,
koi Dawaal, lewendiche gelwe Fligl.
A Marienkäferl grawld naoudwendde
aafaran Sunnerzweicherl.

Dullbn schbizn forwich aasser,
Nazissn, kloine gsaamte Kelchraandder,
di Krokus scheiner durchsichde
mid oransche Schdifderler in da Middn.
Di Knosbn vo di Raousnblaadln
wäi schbidse Naoudln an di Schdägger.
Dreiwlhyazintn, kloine blaue Wachsoldan
am Gaaddnwech.
An da Hoslschdauern schdaam d’Wirschdl.

A Kadds, halwerds zammergrollerd,
halwerds aasgschdreggd am Bflasder.
Gäiskanner ligd umdraad im Egg,
d’Hulzbandeffl waaddn daneem.

Kinner forn Radl, Weiwerleid gochern,
schäim Kinnerwaang,
oiner schdichd drärm sein Gaaddn um.

Hoggsd daou und schausd, naddsd a weng,
draamsd mid offerne Aung, hurchsd,
draasd in Kubf durthi und daouhi
und freisde –
und läbbsd!

© Dieter Radl
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