Ein heiliger Berg, ein Gedenkkreuz und ein Dorfpatron - KulturAS. Gemeinschaft von netten, unternehmungslustigen, kulturbewussten und reiselustigen Menschen

2024/2025
Gemeinschaft von netten, unternehmungslustigen, kulturbewussten und reiselustigen Menschen
Sulzbach-Rosenberg/Feuerhof
Direkt zum Seiteninhalt

Ein heiliger Berg, ein Gedenkkreuz und ein Dorfpatron

Radtourenvorschlag von Franz Beyerlein:
Ein heiliger Berg, ein  Gedenkkreuz  und ein  Dorfpatron
(ca. 34 km – teils unbefestigte Wege)

Diese etwa 34 km lange Radtour bietet eine faszinierende Mischung aus Geschichte, Natur und Kultur. Startpunkt der Tour ist die Nepomukstatue, von wo aus es in das idyllische Waldgebiet der Fatz’n geht. Die Strecke führt uns zu historischen Orten wie dem Frohnberg, der im Hochmittelalter eine bedeutende Schutzaufgabe erfüllte und heute als Wallfahrtsort bekannt ist. Ein weiteres Highlight der Tour ist ein schmiedeeisernes Gedenkkreuz, das an einen tragischen Vorfall aus dem Jahr 1945 erinnert. Die Route schlängelt sich durch malerische Dörfer und bietet herrliche Ausblicke auf die Landschaft rund um die Vils. Der Dorfplatz in Poppenricht, mit seinem Brunnen und der Figur des Erzengels St. Michael, lädt zu einer kurzen Pause ein, bevor es weiter Richtung Sulzbach-Rosenberg geht. Zahlreiche Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke, wie in Frohnberg, Lohe und Amberg, bieten sich für eine erholsame Rast an.

Vom Start weg an der Nepomukstatue radeln wir auf den Annaberg zu, biegen aber dann nach links (Grüner Pfeil) ab und befinden uns schon auf dem ersten  unbefestigten Wegstück in das Waldgebiet der Fatz’n . Es geht gerade über die erste  und nach rechts an der zweiten Wegkreuzung  zum Frohnberg (km 4,2 ). Drei Tafeln informieren uns hier über die wichtigsten Geschichtsepochen der Anhöhe.  Im  Hochmittelalter besaß  der befestigte Frohnberg eine wichtige Schutzaufgabe im Auftrag der Sulzbacher Grafen  für den Vilsübergang.  Seit Jahrhunderten ist sie nun Wallfahrtsort.  In der  Wallfahrtskirche „Mariä Himmelfahrt“ zeugen Votivtafeln vom Vertrauen, das die Menschen in die Gottesmutter setzten.

Nun radeln wir ziemlich steil bergab wieder auf asphaltierter Straße und überqueren vorsichtig die Straße. Am nächsten Radwegweiser halten wir uns nach rechts , genießen die Aussicht in die von der mäandernden Vils durchzogene Auenlandschaft und biegen in Laubhof nach links ab. Über die Vils und nach der  Unterführung nach rechts geht es parallel zur Straße Amberg-Vilseck bis zu einer größeren Kreuzung , wo uns nach links die Straße nach Ursulapoppenricht (km 10,0) führt. Auf der „Alten Dorfstraße“  nach rechts und beim Friedhof nach links durch den Ammersrichter Steig erreichen wir Kienlohe. Nun heißt es gut aufpassen, denn es geht zickzack durch den mit  Kleinbernricht zusammengewachsenen Ort .Zuerst dem grünen Pfeil folgend nach links und gleich wieder nach rechts in den Höhengauer Weg, dann links in den Waldweg und wieder 250 m weiter rechts in die Straße „Am Sand“, dort links halten und an der Kapelle wieder nach links in den Hoffeldweg, der am letzten Haus (km 12,5) in einen reinen Feldweg übergeht. Wir folgen ihm rund 500 m, überqueren die Straße Amberg – Hirschau und befinden uns wieder auf einem Feldweg. Nach 130 m in Richtung der wenigen Häuser von Oberammersricht. Dorthin sind es noch ca. 700 m., dann nach links auf die  Teerstraße, die nach einem kurzen Feldwegstück und einem kurzen Pflasterweg wieder in einen Feld- und Waldweg übergeht. Rund 100 m nach dem Waldrand befindet sich etwas unscheinbar ein schmiedeeisernes Kreuz. Eine Inschrift weist daraufhin, dass hier ein junger russischer Kriegsgefangener 1945 bei einem Todesmarsch von den SS-Bewachern erschossen und liegen gelassen wurde. Ein Bauer aus Ammersricht  fand ihn, begrub ihn  und errichtete ihm Jahre später dieses Erinnerungs- und Mahnmal.

Wir radeln gradeaus weiter durch den Wald, biegen bei einem Wegweiser nach rechts Richtung Greßmühle ab und erreichen eine Teerstraße, der wir nach rechts folgen. Es ist der Langangerweg, der nach einigen Kilometern direkt nach Amberg zur Bayreuther Straße hineinführt.  Hier  links und dann sofort wieder nach links in den Galgenbergweg am Fuße des Mariahilfbergs. Wenn wir nicht in das Zentrum Ambergs wollen, radeln wir nach der Bahnunterführung an der Steingutstraße rechts und über mehrere Ampelkreuzungen  bis zum Eglseer Weg, der uns  wieder aus Amberg nach Alt-Eglsee hinausführt.  Dort halten wir uns rechts  und dann nach Schäflohe und schließlich nach (Michaels-) Poppenricht. Nun  geht es eine längere Strecke hinauf, werden  dafür  auf dem Bergkamm mit einem  schönen Blick über das Dorf  mit den beiden Michaelskirchen bis zum Annaberg belohnt. Das Rad rollt hinunter auf ein  bunt mit einem Frühlingsmotiv bemaltes Trafohäuschen zu. In der Dorfmitte nach links zum neu gestalteten Dorfplatz mit Dorfbrunnen und Wasserlauf, Ruheplätzen und einer  lebensgroßen Figur des Erzengels  und Dorfpatrons St. Michael. Am Rathaus vorbei und dann auf der Straße nach Sulzbach-Rosenberg links radeln wir auf dem Fahrradweg zum Tafelberg bis Lohe. Wir biegen  nach links auf die Europastraße und erreichen am Heizkraftwerk vorbei und am Zaun des ehemaligen Maxhüttengeländes entlang  den Rosenberger Wertstoffhof und nach der Unterführung die Straße nach Sulzbach.

Einkehrmöglichkeiten:  Frohnberg, Lohe, Amberg

Zurück zum Seiteninhalt