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Simultankirche St. Margareta

Die Simultankirche St. Margareta in Frankenhof ist der heiligen Margareta geweiht, die als Nothelferin und Märtyrerin verehrt wird. Die Kirche wurde erstmals 1323 als zur Kloster Kastl gehörig erwähnt und diente vermutlich als Schlosskapelle eines mittelalterlichen Ritterguts. Eine Notiz aus dem Jahr 1649 beschreibt das „Rote Kirchlein zu Frankenhof“ als vielbesuchten Wallfahrtsort, der den 14 Nothelfern geweiht ist.

1653 wurde in Frankenhof das Simultaneum eingeführt, wodurch die Kirche von beiden Konfessionen genutzt werden konnte. Zwischen 1733 und 1743 erfolgte der Neubau der Kirche, und am 5. April 1739 wechselte das Patrozinium zu St. Margareta, einer der drei weiblichen Nothelfer. Trotz Plänen, die Kirche im Zuge der Säkularisation 1803 abzureißen, konnte Pfarrer Edmund Dorfner aus Illschwang dies verhindern, indem er die Notwendigkeit der Kirche für die große Pfarrei mit 40 Ortschaften aufzeigte.

1938 endete ein langer Rechtsstreit, wodurch beide Konfessionen zu gleichen Teilen Eigentümer der Kirche wurden. Die barocke Einrichtung der Kirche, einschließlich Kanzel, Altar und einer „mit Ranken verzierten Orgel“, stammt aus den Jahren 1733/35. 1882 wurden Altar und Kanzel renoviert und ein neues Bild der heiligen Margareta schmückt seither den Altar. Eine neue Steinmeyer-Orgel aus Öttingen wurde 1891 installiert.

Das Kirchlein hatte eine große Anziehungskraft als Wallfahrtsort. Eine Notiz von 1649 berichtet, dass sogar aus Wien Opfergaben an die Kirche gesandt wurden. In einer protestantischen Pfarrbeschreibung von 1709 wird erwähnt, dass die „selig verstorbene Wirtin zu Poppberg“ der Kirche einen Reichstaler vermachte, der gemeinschaftlich für beide Konfessionen verwendet wurde. Der Erhalt der Kirche ist maßgeblich dem letzten Illschwanger Propst Edmund Dorfner zu verdanken, der von 1788 bis 1814 als Weltpriester und Pfarrer in der Region wirkte.

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